Der "Moskar" wird an Persön-lichkeiten verliehen, die sich um das kulturelle Leben des Mostviertels verdient machen. Heuer ging der "Moskar" an den Intendanten des Haager Theatersommers Adi Hirschal (rechts). Die Skulptur stammt vom Bildhauer Wilhelm Gönner.
Foto: Norbert Mottas

Adi Hirschal: Ein gebürtiger Innsbrucker, der in Linz aufwuchs und in Wien lebt, wird Botschafter des Mostviertels.

 

STADT HAAG.

Im bezaubernden Ambiente des Schlosses Salaberg wurde der Moskar 2004 an den Intendanten des Haager Theatersommers, Adi Hirschal, verliehen.

Der Moskar ist ein Preis, den der Bekanntenkreis rund um Karl Fuchs und Prof. DDr. Leopold Kogler ins Leben gerufen hat, und der an Personen verliehen wird, die sich um das kulturelle Geschehen im Most-viertel verdient gemacht haben. Was als kleines Fest in trauter Runde begann, hat sich in der Zwischenzeit zu einer bedeutenden Institution entwickelt. Dementsprechend feierlich wurde die heurige Moskar-Verleihung begangen. Zahlreiche Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Kultur war gekommen, um im bezaubernden Ambiente die Verleihung zu verfolgen.

Adi Hirschal erhielt den Moskar aus den Händen von Prof. DDr. Leopold Kogler und Johann Coreth, Generaldir. St. der Niederösterreichischen.
Foto: Norbert Mottas

Der heurige Moskar ging an Adi Hirschal, den Intendanten des Haager Theatersommers. Prof. DDr. Leopold Kogler hielt die Laudatio: Adi Hirschal sei mehr als ein Volksschauspieler, er sei ein Volks-Mensch, der stets sich selbst treu geblieben ist. Was ihn besonders auszeichne, sei, dass er sich trotz seines Erfolgs auf der Bühne immer auch für Randgruppen einsetze. Zudem spreche aus seinen Augen die Leidenschaft, so Kogler. Mit dieser Leidenschaft gelingt es Hirschal nicht nur, Top-Schauspieler für den Theatersommer zu gewinnen, sondern auch Sponsoren zu überzeugen.

Mag. Johann Heuras nannte Hirschal einen Botschafter des Mostviertels, der mit dem Theatersommer Haag zur Kulturhauptstadt der Region gemacht habe.

Adi Hirschal als "Wadlzwicker" geoutet von Ulrike Beimpold, die das Dienstmädchen des Eingebildeten Kranken spielen wird.
Foto: Norbert Mottas

Beim Festakt, der mit einem köstlichen Galadiner verbunden war, gab es auch Gelegenheit für die eine oder andere Anekdote: So berichtete etwa Ulrike Beimpold - die beim Theatersommer 2004 das Dienstmädchen Toinette spielen wird - von ihrer ersten Begegnung mit Adi Hirschal. Während sie bei einer Theateraufführung auf der Bühne stand, habe ihr Hirschal, der auf der Bühne verborgen war, in die Wadeln gezwickt. Und das bei jeder Aufführung. Diese Anekdote charakterisiert sehr anschaulich das Schelmische, das ebenfalls aus den Augen Hirschals leuchtet, und das ihn zu einem Sympathieträger ersten Ranges macht. Bei ihm scheint der Theatersommer tatsächlich in besten Händen. Fürwahr: ein würdiger Preisträger des Moskars 2004.

Presseartikel aus "TIPS", Freitag 21. Mai 2004, Seite 1 und 2

12. 4. 2004 - Moskarverleihung im Schloss Salaberg. Fotos: Gerhard Obermayr