Die anlässlich des Haager Kinder-Ferienprogramms veranstaltete Kinder-Donau-Bootsfahrt fand heuer zum 4. Mal statt. Schon bei der Anmeldung konnte man sehen, wie beliebt dieses Bootsabenteuer bei den Jugendlichen ist. Innerhalb weniger Stunden nach Veröffentlichung des Programms waren alle Plätze restlos ausgebucht. Auch ein zusätzliches viertes Boot schaffte es nicht, alle angemeldeten Kinder aufzunehmen. Deshalb mussten einige auf das nächste Jahr vertröstet werden.

Pünktlich wurden die Kinder von ihren Eltern zur Abfahrtstelle nach Wallsee gebracht. Der Wetterbericht hatte den heißesten Tag des Jahres vorausgesagt, sodass ausreichend Sonnencreme einem möglichen Sonnenbrand vorbeugen sollte. Jedes Kind wurde außerdem mit einer sicheren Schwimmweste eingekleidet.

Die Begleitung des Großcanadiers und der zwei Raftingboote lag wieder in den bewährten  Händen der erfahrenen Haager Bootsführer Hermann Löschenkohl, sowie Vater Karl und Sohn Alexander Wagner. Alle drei sind exzellente Bootsguides mit jahrelanger Erfahrung im In- und Ausland. Nur 3 Tage später startete z.B. Hermann Löschenkohl zu einer weiteren Wildwasserexpedition nach Kanada. Mit von der Partie waren heuer auch wieder Vater Wolfgang und Sohn Ewald Grabner, die im Vorjahr wegen der erstmaligen Umrundung des Mittelmeeres mit einem Sportflugzeug, verhindert waren. Die beiden fuhren im VARIANT Motorboot und transportierten Proviant, Gepäck und die heiß begehrten Wasserski. Frau Grabner besorgte den Landtransport der Boote und Ausrüstung.

Mit großer Begeisterung und Elan waren die jugendlichen Teilnehmer bei der Sache. Die erste Strecke führte zur Habsburger „Wildschweininsel“, wo ein Lagerfeuer errichtet und das Mittagessen am Feuer gegrillt wurde. Danach war Baum-Wasserspringen, erobern des anderen Ufers und Floßgefecht angesagt. Nach dieser Erfrischung  in der Aist/Donau-Lagune ging es auf der Donau weiter. Wegen der großen Hitze waren die Kinder nicht mehr zu halten und legten einen Großteil der Strecke schwimmend zurück. Als besonderen Gag testete die Firma Grabner ein neuartiges Luft-Floß, das bei allen Aufenthalten ständig belagert war. Noch mehr Begeisterung kam auf als das Floß mit dem Motorboot nachgezogen wurde und abwechselnd 2 Kinder einen Vorgeschmack auf Wellenreiten und Wasserski fahren erlebten.

Im Yachthafen von Ardagger wurde angelegt, die Schiffe besichtigt und wohltuende Erfrischungen eingenommen. Dann ging es auf zur letzten Strecke. Die Kinder paddelten, was ihre Kondition hergab, um das schnellste Boot zu sein. Vor Grein hüpften die meisten wieder in die Donau, um schwimmend den Greiner Hafen zu erreichen. Nun stand das Wasserski fahren am Programm. Manchen Kindern fehlte noch die notwendige Kraft in den Beinen, um einen Wasserstart durchzustehen. Das tat der Begeisterung aber keinen Abbruch, spätestens im nächsten Jahr wird es dann sicher klappen.

Die Kinder waren von der Bootsfahrt, vom Floß fahren und Donau schwimmen so begeistert, dass sich einige gleich für das nächste Mal vormerken ließen. Viel zu schnell ging der Tag zu Ende und gegen Abend wurden die Kinder wieder von den Eltern aus Grein abgeholt.

Aufgrund der Euphorie der Kinder wird überlegt, ob es im nächsten Jahr neben der zahmeren Donau-Bootsfahrt vielleicht auch einen „Wildwassertag“ auf der Steyr geben soll.

Alle Fotos © Karl Wagner

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